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Nestbau, Shoppingwahn und Vernunftkäufe – die Vorbereitung auf’s Baby

Kategorien: Thema des Monats
29.03.2016
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„Ab Woche 30 darfst du shoppen!“ hatte meine Hebamme damals zu mir gesagt. Gehalten habe ich mich daran natürlich nicht. Schon deutlich vor Woche 30 zogen die ersten Mini-Bodies, Strampler und Spielereien für mein ungeborenes Baby ein. Aberglaube? Nicht bei mir. Nestbau? Dafür umso mehr.
Wie hält man es denn nun mit der Vorbereitung und den Shopping-Listen, wenn man ein Baby erwartet? Mein Tipp: Haltet es simpel und kauft erst mal nur, was euch WIRKLICH sinnvoll erscheint. Babies brauchen keine kleinen Schuhe (auch wenn die Schühchen noch so süß sind!) und ich weiß, ihr wollt das nicht hören, aber sie brauchen auch erst mal kein eigenes Zimmer. Wer trotzdem unbedingt ein Kinderzimmer einrichten möchte, weil es ja auch wirklich viel Spaß macht, dem rate ich immer: plant auf jeden Fall eine zweite Schlafmöglichkeit in diesem Zimmer ein, die wird nämlich auf jeden Fall von eurem Partner oder euch genutzt werden. Dann ärgert ihr euch auch nicht so über das hübsche Zimmer, in dem eventuell jahrelang sonst erst mal niemand schlafen oder spielen wird.

Der Schlafplatz...

Was? Nein, ich will hier niemandem vorschreiben, wo Neugeborene zu schlafen haben, und es soll welche geben, die sofort im eigenen Zimmer schlafen, am besten auch noch durch. Die meisten Babies möchten aber, nachdem sie 9 Monate lang im Körper ihrer Mama geschlummert haben, nicht alleine sein auf dieser Welt, vor allem nicht nachts. Und die meisten Mamas wollen ihr Neugeborenes auch nah neben sich haben, sie wollen oft prüfen, ob das Baby warm ist und atmet und sie haben vielleicht auch keine Lust, nachts aufzustehen und es aus dem Bettchen zu heben, um es zu stillen oder ihm ein Fläschchen zu geben.
Beistellbetten sind deshalb für den Anfang eine ganz wundervolle Sache, es muss kein BAY sein, denn diese sind oft sehr klein und halten wirklich nur wenige Wochen, aber aus den meisten Betten kann man eine Seite herausnehmen und sie irgendwie am Bett befestigen. Manche lassen die Babys auch im Stubenwagen oder sogar im Kinderwagen schlafen. Es gibt unzählige Möglichkeiten. Auch eine Wickelstation (wetterabhängig eventuell mit Wärmelampe) ist keine schlechte Idee, aber auch kein Muss. Man kann die Babies auch erst mal auf dem Bett, dem Sofa oder sonstwo wickeln. Soviel zum Thema „Möbel“.

Was braucht man denn sonst noch?

Wer im Krankenhaus entbindet, braucht eine Babyschale, um das Baby im Auto nach Hause zu transportieren. Bei einer Hausgeburt erübrigt sich das natürlich, dann reicht für die ersten Spaziergänge ein Tragetuch oder ein Kinderwagen. Ein Kinderwagen ist überhaupt bei den Meisten eine gute Anschaffung, aber nicht bei allen! Meiner stand während der ersten vier Monate fast nur im Hausflur, denn mein Baby war ein „Tragling“. Ich hätte mich also auf jeden Fall nicht beeilen müssen mit dem Kinderwagenkauf. Was ich dafür nach ein paar Wochen permanent gebraucht habe, war eine Babywippe! Das war, im Gegensatz etwa zum Stubenwagen, bei uns eine wirklich lohnende Investition. Apropos Investition: Ich empfehle immer Ebay oder Second-Hand-Läden für die großen Anschaffungen, Babysachen werden nicht lange benutzt, sind also auch gebraucht noch völlig in Ordnung und neu kosten sie ein Heidengeld!

Was Babies wirklich brauchen...

Was Babies wirklich brauchen sind ein paar kleine Bodies (Wickelbodies!) und Hosen oder Strampler, Söckchen, Strumpfhosen (je nach Wetter), Mützchen und einen Schlafsack. Wenn das Baby im Winter geboren wird, ist auch ein warmer Anzug für draußen empfehlenswert. Und in welcher Größe? Hier macht es Sinn, sich zu erkundigen, wie klein oder groß man selbst bei der Geburt war, denn das scheint tatsächlich bis zu einem gewissen Grad vererbbar zu sein. Ich war klein (50 cm), mein Sohn kam dann auch mit 49 cm zur Welt und schwamm in Größe 56 nur so herum. Andere Babys sind schon bei der Geburt 55 cm lang und man ist gut beraten, gleich Größe 56 oder sogar 62 zu kaufen. Eine Freundin von mir hatte nur Größe 62 gekauft, alles andere erschien ihr absurd klein und dann wurde das Baby in Krankenhaus-Klamotten nach Hause transportiert, denn es war nur 51 cm klein und zehn cm sind am Anfang viel!
Ich fand es außerdem angenehm, Erstlings-Windeln, Wickelunterlagen, Binden, Feuchttücher, Still-Einlagen, viele Spucktücher (die braucht man wirklich unbedingt...) und Still-Tee Zuhause zu haben. Auch der Schnuller aus dem Willkommen-Paket von der Hebamme wurde deutlich früher benutzt, als ich das gedacht hätte. An Pflegeprodukten reichen für den Anfang eine Baby-Lotion und ein mildes Waschgel, auch eine Wundcreme ist sicher keine schlechte Anschaffung. Alles parfümfrei natürlich!

Fast alles bekommt man auch schnell in der Drogerie oder im Internet

Ich habe ambulant entbunden. War also kurz nach der Geburt wieder Zuhause und war selig, dass alles da war. Mir wurde außerdem empfohlen, Kohl und Quark im Kühlschrank zu haben, für die unsäglichen Wickel, mit denen man die wunden Brüste nach dem Milcheinschuss beruhigen kann. Habe ich zum Glück nicht gebraucht! Dafür zog nach der zweiten kleinen Brustentzündung eine Packung Ibuprofen ein, die brachte die Hebamme mit. Im Kühlschrank wartete außerdem massenhaft Vorgekochtes: Bolognese, Hühnersuppe und so weiter. Das war großartig, denn wir mussten wirklich eine ganze Woche lang nicht das Haus verlassen. Man braucht außerdem vielleicht ein Stillkissen und einen Petzi-Ball, das kann man zur Not aber alles auch online nach der Geburt bestellen und es ist schnell da.
Ich hatte auch von Freunden eine Milchpumpe, ein Tragetuch und diverse andere Dinge geerbt. Die Hälfte davon habe ich nicht benutzt, aber es waren ja auch Leihgaben von Freunden, insofern hat mich das nicht gestört. Habt ihr Freunde, die vor kurzem Babies bekommen haben? Dann fragt doch mal nach! Eine Milchpumpe kann notwendig werden, zum Beispiel wenn es Stillprobleme gibt, man kann sie dann aber auch immer noch auf die Schnelle besorgen oder in der Apotheke leihen. Eure Hebamme berät euch. Auch Fläschchen und Pre-Milch können nötig sein, wenn es mit dem Stillen gar nicht klappen will oder man nicht stillen will. Kann man zur Not aber auch innerhalb von wenigen Stunden bei den einschlägigen Online-Versandhäusern bestellen. Das gleiche gilt für Still-BHs, Wundcreme für die Brustwarzen, kleine Nagelscheren, Fieberthermometer.... das gibt es alles im Drogeriemarkt um die Ecke oder online. Wenn also Bedarf besteht: dann ist es schnell da!

Einkaufen macht Spaß, Ruhe ist wichtiger

Was ich euch also vor allem sagen will: Babies brauchen nach der Geburt wirklich nicht viel und ihr im Idealfall auch nicht. Wer sich aber einfach gerne gut vorbereitet, kann natürlich trotzdem shoppen gehen was das Zeug hält und Dinge wie Fläschchenwärmer, Sterilisatoren und Spieluhren besorgen. Vieles ist dann wahrscheinlich umsonst da, aber es ist ja auch völlig legitim, das für’s gute Gefühl zu brauchen. Außerdem macht Baby-Shopping auch einfach Spaß! Am Ende bekommen es dann doch alle irgendwie hin: Die top Vorbereiteten genauso wie die Improvisations-Talente.
Das Wichtigste für alle, wenn ein Baby frisch eingezogen ist, ist aber Ruhe, Wärme und Geborgenheit. Wichtiger als Shopping-Listen abarbeiten ist also eine Vorbereitung auf das Wochenbett, auf Kuscheln, stillen lernen (wenn man stillt), wickeln lernen, sich kennenlernen und sich möglichst wenig von der Außenwelt stören lassen. Die erste Zeit ist so eine magische Zeit, die viel zu schnell vorbei geht. Also genießt sie! Viel Spaß!

Foto-Copyright: poplasen

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