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Baby wird sanft massiert

Windelausschlag - Infos & Pflegetipps

Babypos müssen viel aushalten: Ständig sind sie Wärme, Feuchtigkeit, Bakterien, Pilzen, aggressiven Verdauungsenzymen aus dem Stuhl, dem sauren Urin und anderen Reizstoffen ausgesetzt. Zudem kommt nur wenig Luft an die Haut. Babyhaut mit ihrer dünnen und durchlässigeren Hornschicht hat hier besonders zu kämpfen. Studien zufolge ist der Windelausschlag (Windeldermatitis) eines der häufigsten Hautprobleme bei Säuglingen.1 Dem solltest du versuchen vorzubeugen.

So kann sich ein Windelausschlag äußern:

  • Rote und entzündete Haut im Genital- oder Pobereich

  • Evtl. nässende Bereiche, Bläschen oder Schuppen

Wenn dein Baby oder Kleinkind einen Windelausschlag hat, solltest du das ernst nehmen. Zum einen tut das deinem Schatz richtig weh. Zum anderen kann es auf der entzündeten Haut schnell zu Infektionen, wie zum Beispiel Pilz- oder bakteriellen Infektionen kommen. Experten raten daher, auch bei nur leicht geröteter Haut sofort zu reagieren:

Bei einer leichten Rötung kannst du z.B. Panthenol-Creme verwenden. Wenn sich die Rötung nach einigen Tagen jedoch nicht bessert, solltest du damit zum Kinder- und Jugendarzt gehen. Bei starker, großflächiger Rötung, nässenden Bereichen, Fieber oder eitrigen Stellen solltest du sofort den Arzt aufsuchen.

So kannst du Windelausschlag vorbeugen

Da die Haut eines Babys so empfindlich ist, kann es selbst bei bester Pflege mal passieren: Der Po deines Babys ist gerötet, die Haut sieht gereizt aus.

Besonders sensibel reagiert die Babyhaut manchmal auch dann, wenn der kindliche Organismus zusätzliche Herausforderungen zu meistern hat, zum Beispiel, wenn ein Säugling erkältet ist. Auch wenn die Ernährung deines Babys sich ändert, etwa beim Umstieg auf festere Nahrung, reagiert seine Haut eventuell darauf. Meistens ist das vorübergehend und eventuelle Reizungen klingen schnell wieder ab. Sollte dein Baby dauerhaft oder sehr häufig Hautreizungen im Windelbereich haben, fragst du am besten deinen Kinder- und Jugendarzt um Rat.

Studien zeigen, dass es einige erfolgreiche vorbeugende Maßnahmen gegen Windelausschlag/einen geröteten Po gibt:1, 2

  •  Häufiges Wickeln.  Wie oft soll ich mein Baby wickeln? Die Haut sollte trocken und sauber gehalten werden. Wechsel daher die Windel sofort, wenn dein Baby Stuhlgang hatte, wenn sie sich prall und voll anfühlt und zu jeder Mahlzeit. Wickele lieber einmal zu oft als einmal zu wenig.

  •  Sanfte Reinigung.  Bei gereizter und irritierter Haut ist es noch wichtiger als sonst, den Babypo beim Windelwechsel sanft und gründlich zu reinigen. Schone die Haut, indem du sie ganz behutsam sauber tupfst, zum Beispiel mit einem feuchten Baby-Pflegetuch oder mit Baby- Öl. Wischen oder Reiben verträgt die gereizte Haut nicht.

  •  Viel frische Luft.  Dein Baby sollte möglichst oft ohne Windel strampeln oder spielen. Die frische Luft tut dem Po nämlich richtig gut. Achte aber darauf, dass der Raum warm genug (mindestens 23°) ist. Warme Söckchen und eine dicke, weiche Unterlage (eventuell mit Nässeschutz, falls du empfindlichen Boden in deiner Wohnung hast) machen das Strampeln noch angenehmer. Wenn dein Baby dennoch quengelt, solltest du es wieder anziehen und ein anderes Mal erneut probieren.

  •  Panthenolcreme bzw. Wundschutzcreme.  Bei gereizter Haut ist die Hautschutzbarriere bereits angegriffen. Trage deswegen nach dem vorsichtigen Reinigen und Trocknen eine Panthenol -Creme dünn auf. Sie beruhigt die Babyhaut. Außerdem bildet sie einen leichten, transparenten und schützenden Film, der Nässe und reizende Stoffe von der Haut fernhält. Zur Vorbeugung eignet sich eine Wundschutzcreme besonders gut.

All diese Maßnahmen kannst du sehr gut auch vorbeugend anwenden. Das ist vor allem dann wichtig, wenn schon abzusehen ist, dass die Haut im Windelbereich besonderen Belastungen ausgesetzt ist. Einige Beispiele für solche Situationen sind:

  • Bei längeren Autofahrten im Sommer, bei denen sich schnell ein feuchtwarmes Klima in der Windel bilden kann.

  • Wenn dein Baby Durchfall hat.

  • Wenn dein Baby zunehmend länger durchschläft.

In solchen Situationen ist es besonders sinnvoll, vorbeugend eine Wundschutzcreme aufzutragen, um die Haut zu schützen.

Bei jedem der folgenden Anzeichen solltest du schnellstmöglich den Kinder- und Jugendarzt aufsuchen:

  • Starke, großflächige Rötung mit nässenden Bereichen

  • Fieber

  • Eitrige Stellen

  • Offene Stellen

  • Ausschlag: Pusteln oder Pickelchen

  • Wenn die Rötung nach 3-4 Tagen noch nicht abgeklungen ist

Quellen

1 G. N. Stamatas et al. (2014):
Diaper dermatitis: etiology, manifestations, prevention, and management. PEDIATRIC DERMATOLOGY, Bd. 31 Nr. 1, S. 1-7.

2 U. Blume‐Peytavi et al. (2014):
Prevention of Diaper Dermatitis in Infants—a Literature Review. PEDIATRIC DERMATOLOGY, Bd. 31 Nr. 4, S. 413-429.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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