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„Ich bin schwanger und nicht krank!“

Kategorien: Thema des Monats
18.12.2015
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„Du fährst bestimmt mit dem Fahrrad in den Kreißsaal!“, scherzten meine Kollegen jedes Mal, wenn ich morgens mit Helm auf dem Kopf und dicker Kugel unter der Jacke in mein Büro kam. Warum nicht, dachte ich mir, ich bin schließlich schwanger und nicht krank. Solange es geht, wollte ich alles so machen wie immer.

In den ersten Wochen der Schwangerschaft klappte das auch noch ganz gut. Soweit die unglaubliche Müdigkeit das zuließ. Joggen, Radfahren, Reisen, Party und Pilates waren kein Problem. Beim Sport achtete ich darauf, dass mein Puls nicht über 140 stieg und beim Radeln nahm ich Umwege in Kauf, um nicht dem Großstadtverkehr zum Opfer zu fallen. Ich wollte fit bleiben. Schließlich bereitete ich mich auf eine Art Marathon vor. Einen mehrstündigen Marathon namens Geburt!

Mit wachsendem Bauch schrumpfte die Motivation. Die Angst etwas falsch zu machen stieg hingegen. Riskiere ich eine Frühgeburt, wenn ich über Kopfsteinpflaster radle? Bringe ich mein Baby in Gefahr, wenn ich in der Mittagspause mit den Rauchern zusammenstehe? Darf ich meine Nägel lackieren und auf dem Rücken schlafen? Über grundsätzliche Verbote hatte mich mein Frauenarzt aufgeklärt: Kein Alkohol, Nikotin und wenig Koffein, keine Rohmilchprodukte essen, keine fremden Katzen streicheln, keine gefährlichen Sportarten wie Reiten, Boxen oder Inlineskaten treiben.

Am Ende tat ich das, was ich für richtig hielt und was mir gut tat. Und vor allem alles, was mein Körper noch schaffte. Mit Schwimmen und Spaziergängen gelang es mir, mich nicht wie ein gestrandeter Wal zu fühlen. Die meisten Pilates-Übungen schaffte ich irgendwann nicht mehr. Einmal auf dem Rücken liegend kam ich nicht ohne Hilfe wieder auf die Beine. Ich nahm es mit Humor und wusste ja, dass es nur ein vorübergehender Zustand sein würde. Das Fahrrad ließ ich immer häufiger stehen, denn jeder kleinste Stoß trieb mir den Angstschweiß auf die Stirn. Trotz all der Dinge, die man beachten sollte und der Schwierigkeiten, die das zusätzliche Gewicht mit sich brachte, empfand ich die Schwangerschaft als einen wunderbarer Zustand, den jede Frau genießen sollte.

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